Projekt erhält Auszeichnung für Natur- und Artenschutz | Jagd-Fakten

02.12.2013

Projekt erhält Auszeichnung für Natur- und Artenschutz

Die UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt nimmt das Projekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“ auf

Artenschutz und Naturschutz werden in der UN-Dekade Biologische Vielfalt großgeschrieben. Daher kann das Pojekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“ nun stolz den Titel als ausgezeichnetes UN-Projekt tragen. Dieser wurde dem Projekt verliehen aufgrund der herausragenden Funktion für den Naturschutz sowie den Artenschutz. Überreicht wurde der Preis vom Staatssekretär des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Herr Ulf Krämer, am Donnerstag. Entgegengenommen hat ihn Herr Dr. Björn Schulz, Projektleiter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Nur Maßnahmen die sich explizit für den Naturschutz oder Artenschutz einsetzen haben eine Chance, diese Auszeichnung zu erhalten.

Das „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ beinhaltet u.a. das Leuchtturmprojekt Holsteiner Lebensraumkorridore. Zum ersten Mal wurde in Deutschland eine Grünbrücke bewusst eingesetzt, um den Artenschutz zu begünstigen. Thematisch passend ist die Auszeichnung an die Stiftung Naturschutz als Projektträgerin in Form eines kleinen Holzbaumes übergeben worden. Bereits seit 2010 setzen Stiftung, Deutscher Jagdverband e.V. (DJV), Schleswig-Holsteinische Landesforsten, Wildpark Eekholt, das Institut für Naturschutz und Ressourcenschutz der Universität Kiel sowie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Maßnahmen für den Naturschutz um. Unterstützer fanden sie in der Landwirtschaft, Vereinen, Schulen, Kindergärten, Kreis- und Landesämtern und in Gemeinden vor Ort.

Die ausgezeichnete Grünbrücke quert die A21 bei Negernbötel. Flächen des Naturschutzes werden durch sie wieder großräumig vernetzt. Häufig trennen Auto- und auch Bundesstraßen die natürlichen Lebensräume von Tieren. Die Querung solcher Straßen stellt für die Wildtiere oft unüberwindbare Barrieren dar. Auch Wildunfälle können die Folgen sein. Rotwild, Haselmaus, Kreuzkröte bis hin zur Kreuzotter: Eine Vielzahl von Tieren nutzt die Grünbrücke. Das ist lebender Artenschutz. Die Finanzierung des Projektes unterliegt dem Bundesamt für Naturschutz mit Geldern des Bundesumweltamtes.

Zusätzliche Informationen zum Projekt “Holsteiner Lebensraumkorridore” finden Sie auf www.lebensraumkorridore.de

(stiftung naturschutz/djv) Eschenbrook/Berlin