Online-Petition erfolgreich: 72.297 Menschen zeichnen gegen tendenziöse ZDF-Doku | Jagd-Fakten

18.03.2014

Online-Petition erfolgreich: 72.297 Menschen zeichnen gegen tendenziöse ZDF-Doku

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Aktion ausdrücklich unterstützt und wertet das Ergebnis als großen Erfolg. Mit dem Weg der Transparenz will der Dachverband der Jäger fortfahren.

 

Mehr als 72.000 Menschen haben die Online-Petition von Max Götzfried gegen die tendenziöse Berichterstattung der ZDF-Sendung „Jäger in der Falle“ vom 19. Januar 2014 gezeichnet. Unter anderem hat das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ über die Petition berichtet, ebenso wie führende Nachrichtendienste im Internet. Unter knapp 8.000 laufenden Petitionen lag die der Jäger zwischenzeitlich auf Platz 1. Nach dieser großen Resonanz erwartet der DJV, dass sich der ZDF-Fernsehrat im Mai mit den Protesten gegen „Jäger in der Falle“ beschäftigen wird. „Wir Jäger haben bisher keine befriedigende Antwort vom ZDF bekommen. Weder zur Petition selbst, noch gab es einen Vorschlag zur Richtigstellung. Das können wir so nicht akzeptieren, das durch falsche Darstellungen in der Sendung verzerrte Bild der Jagd muss korrigiert werden. Wir halten an unserer Kritik fest und müssen wohl das ZDF als öffentlich-rechtlichen Sender künftig neu einordnen. Mit Medienpartnern, die objektives Interesse am Thema Jagd zeigen, wollen wir auch weiterhin fakten- und praxisorientierte Aufklärungsarbeit leisten“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Der DJV sieht das Ergebnis der Petition auch als klaren Auftrag, die Jagd noch transparenter zu machen. Einseitige Berichterstattung, so wie im aktuell kritisierten ZDF-Beitrag, ist entweder die Folge eines Informationsdefizits oder schlechter Recherche. „Die Jäger selbst haben sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Die Jagd hat sich kulturell und inhaltlich verändert. Wir arbeiten wissenschaftsbasiert und praxisorientiert für Wild, Jagd und Natur. Dies werden wir transparent und faktenorientiert kommunizieren“, sagte DJV-Präsident Fischer. Der DJV habe sich zur Aufgabe gemacht, der Jagd in der Öffentlichkeit eine stärkere Stimme zu geben und sich kritischen Themen selbstbewusst zu stellen. „Verantwortung, Fairness und Fachkompetenz sind die Grundpfeiler des DJV. Dazu gehört, sich mit der Meinung der Menschen und ihren Sorgen ehrlich auseinanderzusetzen“, betont Hartwig Fischer.

Seit seinem Umzug nach Berlin im Jahr 2011 hat der DJV weitreichende Reformprozesse angestoßen und den Austausch mit der nicht jagenden Bevölkerung erfolgreich intensiviert – etwa über die sozialen Medien. Für den ausführlichen Faktencheck zur Sendung „Jäger in der Falle“ (www.jagd-fakten.de/news/faktenchecks) hat der DJV von Jägern, Fischern, Landwirten, Forstwirten sowie Tier- und Naturfreunden viel Zuspruch und Unterstützung erfahren. Dies belegen auch Zugriffszahlen von mehr als 120.000 Menschen pro Woche auf dem Facebook-Kanal des Verbands (www.facebook.com/Jagdverband) sowie mehr als 1.000 positive Kommentare, E-Mails und Diskussionen in offenen Presseforen.

Der private Initiator der Petition, Max Götzfried, wird die Unterschriften der Online-Petition sowie eine von ihm verfasste formelle Beschwerde den zuständigen Personen beim ZDF überreichen. Der DJV wird die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte informieren. Für Götzfried hat die Aktion gezeigt: „Jeder kann etwas für die Jagd tun, so klein es auch erscheinen mag – immer.“ DJV-Präsident Fischer sagt: „Es ist großartig, wie viele Jäger innerhalb von wenigen Wochen die Petition mitgetragen, sich in Foren eingemischt und fundierte Zuschauerbriefe geschrieben haben.“