Jagd ohne Hund ist Schund | Jagd-Fakten

Der Deutsch-Drahthaar ist der häufigste Vorstehhund in Deutschland. (Quelle: moorhunde.de/DJV)

31.10.2017

Jagd ohne Hund ist Schund

In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte lebt mindestens ein Hund. Besonders beliebt sind Vorstehhunde wie Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner – das geht aus einer aktuellen Befragung des DJV hervor.


Er ist der treuste Gehilfe, den sich ein Jäger vorstellen kann und gleichzeitig für eine tierschutzgerechte Jagdausübung unabdingbar: der Jagdhund. Seine Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom A wie Apportieren über N wie Nachsuche bis S wie Stöbern. 63 Prozent aller Jägerhaushalte halten mindestens einen Vierbeiner – das belegen aktuelle Umfrageergebnisse des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Im Bundesschnitt kommt nur in elf Prozent aller Haushalte ein Hund vor.

Besonders beliebt bei Jägern sind Vorstehhunde (24 Prozent), sogenannte “Vollgebrauchshunde”, die allen jagdlichen Anforderungen in Feld, Wald und Wasser gewachsen sind: Wild suchen, finden, durch Vorstehen (in typischer Geste erstarren) anzeigen und es nach dem Schuss bringen. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala liegen die kurzbeinigen Teckel (12 Prozent). Dicht gefolgt von Apportierhunden (10 Prozent) – dazu zählt beispielsweise der Golden Retriever –, und Terriern (8 Prozent).

Jagdhunde sind oftmals mehr als nur Gefährten im Revier. Sie bereichern als vollwertige Familienmitglieder den Alltag. Auch immer mehr Privathaushalte wissen Weimaraner und Co. als Sozialpartner zu schätzen. Dabei sollte stets berücksichtig werden, dass sie entsprechend ihrem Naturell anspruchsvoller in der Haltung sind. Sie brauchen verhaltensgerechten Auslauf und Beschäftigung.

Eine Übersicht über die verschiedenen Jagdhunderassen und ihre Einsatzgebiete: www.jagdverband.de/content/hunderassen-einsatzgebiete