Jägerprüfungen in Deutschland 2019 (Quelle: DJV)

29.3.2020

Interesse an Jagd wächst

2019 traten fast doppelt so viele Teilnehmer zur Jägerprüfung an wie vor zehn Jahren: Laut Deutschem Jagdverband (DJV) kletterte die Zahl der Anwärter auf über 18.900. Davon bestanden 19 Prozent nicht.


Das Interesse an der Jagd und dem dafür vorgeschriebenen Jagdschein ist ungebrochen. Die Zahl der Jagdkursteilnehmer wuchs binnen zehn Jahren um 96 Prozent – von 9.656 Personen im Jahr 2009 auf zuletzt über 18.900. 19 Prozent der Aspiranten bestanden die Prüfung im ersten Anlauf nicht. Die meisten Prüflinge gab es 2019 laut DJV-Statistik in Niedersachsen: 4.163. An zweiter Stelle steht Baden-Württemberg (2.860), gefolgt von Bayern (2.271) und Mecklenburg-Vorpommern (2.248).

Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Das Bestehen der Jägerprüfung verlangt von den Absolventen ein fundiertes Wissen aus allen Bereichen der Jagd wie Wildbiologie, Jagdpraxis, Waffenkunde, Hundewesen, Fleischhygiene, Jagd-, Tier- oder Naturschutzrecht. Für die Vorbereitung werden spezielle Kurse angeboten. Durchschnittlich 1.900 Euro kostet die Jägerausbildung, ergab eine DJV-Umfrage.

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerprüfung gibt es in der Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“.