Jäger erkennt man am grünen Hut und am Dackel.

Jäger sind nicht immer Jäger, sondern oft auch Jägerinnen. 7 Prozent sind weiblich. Zur Jägerprüfung / Jägerabitur melden sich inzwischen ein Viertel Frauen an. Übrigens: Das Durchschnittsalter von angehenden Jägerinnen und Jägern ist 35 Jahre.

Jagen ist nur etwas für alte Männer? Ein Vorurteil, das mit einer aktuellen DJV-Umfrage aus dem Jahr 2011 widerlegt ist: Vom Elektrotechniker über die Bürokauffrau bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung oder zum sogenannten „grünen Abitur“ oder auch Jägerabitur. Die größte Gruppe stellen Dienstleistungsberufe mit 17 Prozent dar, darunter Erzieher, Friseure, Krankenschwestern oder Lehrer.  Forst-und Landwirte (14 Prozent) und Handwerker (11 Prozent) sowie Bürokräfte (11 Prozent) und Selbstständige (11 Prozent) sind ebenfalls bei den Jagdscheinanwärtern stark vertreten. Schüler und Studenten machen 7 Prozent aus. Aber auch Beamte, Wissenschaftler und Techniker wollen Jägerinnen oder Jäger werden. Und alle müssen das Jägerabitur ablegen. Jägerkurse sind im Preis ähnlich wie die Vorbereitungskurse auf den Führerschein: Rund 1.900 Euro haben die Umfrageteilnehmer im Schnitt für ihr Jagdscheinkurs bezahlt.

Jägerinnen und Jäger in Deutschland: Seit 25 Jahren steigende Zahlen

In den vergangenen 25 Jahren ist die Zahl der Jagdscheininhaber um rund zwanzig Prozent auf 381.821 (Jagdjahr 1. April 2015 bis 31. März 2016) gestiegen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Jägerinnen in Deutschland stetig an. Vor 25 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen. Derzeit sind es sieben Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil sogar bei 24 Prozent. Seit 2011 ist die Zahl aller Absolventen um 46 Prozent gestiegen.