11.5.2026

So viele Jäger wie nie zuvor

Quelle: Grell/DJV

Quelle: Grell/DJV

Für das Ehrenamt Jagd begeistern sich immer mehr Menschen: Knapp 468.000 waren es 2025 – ein Rekord. Ihre Zahl liegt über 40 Prozent höher als vor drei Jahrzehnten.

Jungtiere mit der Drohne retten, Kindern Natur nahebringen oder Arten zählen und schützen: Das sind nur einige Aufgaben, die Jägerinnen und Jäger ehrenamtlich übernehmen. Rund 40 Stunden pro Monat verbringen sie dafür im Schnitt in der Natur. Immer mehr Deutsche entdecken das Ehrenamt für sich: Im Jahr 2025 waren es 467.682, so viele wie noch nie. Das sind 42 Prozent mehr Jägerinnen und Jäger als noch vor 30 Jahren. Das hat eine Auswertung des Deutschen Jagdverbands (DJV) ergeben.

Am meisten Jäger in NRW

In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, gibt es die meisten Jäger – rund 100.000. Die Krone für die höchste Jägerdichte hat aber der Norden auf. Unter 1.000 Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern besitzen zehn einen Jagdschein. Dicht dahinter folgt Niedersachsen, mit neun Jägerinnen und Jägern pro 1.000 Einwohnern.

Jäger werden aus Liebe zur Natur

Gründe für die Jägerausbildung gibt es viele, die Top 3: Intensives Naturerlebnis, aktiver Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch. Das hat eine DJV-Umfrage ergeben. Die Prüflinge kommen demnach aus allen Gesellschaftsschichten, darunter Handwerker, Azubis oder Beamte. Ein Viertel der Jagschüler gab an, keine Vorerfahrung zu besitzen.