Tiere haben unterschiedliche Strategien, um im Sommer cool zu bleiben. (Quelle: Rolfes/DJV)

10.8.2020

Sommerzeit: Wie Wildtiere der Hitze trotzen

Schlammpackung oder körpereigener Wärmeableiter: Viele heimische Wildtiere setzen auf „coole Strategien“, um mit tropischen Temperaturen fertig zu werden.


Wenn draußen die Sonne knallt, ist für Mensch und Tier jede Abkühlung willkommen. Da es im Wald aber weder Klimaanlage noch Freibad gibt, haben Wildtiere zahlreiche Strategien gegen sommerliche Hitze entwickelt. Die einen suhlen sich im Schlamm (Wildschwein, Hirsch und auch Dachs), die anderen halten Siesta in kühlen Erdhöhlen (Kaninchen, Fuchs) oder suchen Schutz unter schattigen Bäumen (Vögel). Der Hase, als ein Steppenbewohner, wiederum lebt oberirdisch und nutzt seine gut durchbluteten, langen Löffel als Klimaanlage: Überschüssige Wärme wird über die dünne Haut abgegeben. Andere Wildtiere wie der Igel sind weniger anpassungsfähig. Jägerinnen und Jäger helfen etwa mit künstlich angelegten Wasserstellen. Davon profitieren auch viele Insekten- oder Vogelarten.

Rehe nehmen sich kein Hitzefrei: Im Juli und August ist Paarungszeit, was speziell für den Bock strapaziöse Wochen bedeutet. Erholungssuchende sollten deshalb nicht nur dem Rehwild, sondern allen Wildtieren zuliebe im Sommer Rücksicht nehmen und vor allem Hunde an der Leine führen.