Für Jägerinnen und Jäger nichts Neues: Ein Aufenhalt im Grünen tut Körper, Geist und Seele gut. (Quelle: Kaufmann/DJV)

18.09.2019

Waldbaden: für Jäger nichts Neues

Der Wald wirkt gesundheitsfördernd. Jäger müssten demnach besonders vital sein: Sie halten sich 40 Stunden pro Monat in der Natur auf.


In Japan gilt Waldbaden als Medizin. Auch hierzulande liegt Shinrin Yoku („Baden in der Waldluft“) im Trend. Jäger haben die positive Wirkung der Natur längst erkannt. Kein Wunder: Sie verbringen durchschnittlich 40 Stunden pro Monat in ihren Revieren in Feld und Wald. Das hat der Deutsche Jagdverband (DJV) über eine Mitgliederbefragung herausgefunden.

Dass Aufenthalte im Wald die Gesundheit fördern, ist wissenschaftlich belegt. Bereits kurze Waldspaziergänge von fünf bis zwanzig Minuten reduzieren nachweislich das Stress-Empfinden, senken den Blutdruck sowie die Herzfrequenz und vermindern Stresshormone im Blut. Durch das Einatmen der ätherischen Öle, welche die Bäume in die Luft abgeben, wird darüber hinaus das Immunsystem gestärkt.

Waldbaden, aber bitte mit Rücksicht

Grundsätzlich gilt: Jedermann darf den Wald zu Erholungszwecken betreten (Einzelheiten regeln die Länder). Gleichzeitig ist der Wald Lebensraum für viele heimische Wildtiere. Der DJV bittet Waldbadende daher, sich rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten. Ausgewiesene Wildruhezonen und unübersichtliche Dickungen sollten großflächig umgangen werden. Rehe, Wildschweine oder Hirsche nutzen Brombeergebüsche, Adlerfarn oder Schilfgürtel häufig als Rückzugsort und Kinderstube.