Das Waldbrandrisiko durch Zigaretten ist besonders hoch. (Quelle: Kaufmann/DJV)

12.05.2020

Waldbrandgefahr steigt

Nach einer kurzen Abkühlung nimmt die Waldbrandgefahr in vielen Teilen Deutschlands durch viel Sonne und Trockenheit zum Ende der Woche wieder zu. Der Deutsche Jagdverband gibt Tipps für einen unbeschwerten Aufenthalt in der Natur.


Der fast schon sommerliche Start ins Frühjahr 2020 ließ vor allem in Ostdeutschland das Waldbrandrisiko rapide ansteigen. Die Regenfälle in der vergangenen Woche konnten nach der wochenlangen Trockenheit das Defizit nicht ausgleichen – und waren wortwörtlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes besteht bereits ab dem Wochenende wieder in Teilen Ostdeutschlands eine erhöhte Gefahr. Oft genügt schon ein Funke, um ein Feuer zu entfachen – mit verheerenden Folgen für Tiere und Pflanzen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt Tipps, wie sich Brände im Wald verhindern lassen:

1. Nur ausgewiesene Parkflächen nutzen und Zufahrtswege für die Feuerwehr freihalten.

2. Vorsicht beim Abstellen von Fahrzeugen: Heiße Katalysatoren oder Auspuffrohre können trockene Grasflächen! entzünden.

3. Offenes Lagerfeuer und Grillen sind nur an markierten Stellen erlaubt. In Gebieten mit bereits hoher Waldbrandgefahr sollten Waldbesucher gänzlich darauf verzichten.

4. Zigarettenkippen nicht achtlos wegwerfen und auf Rauchen am besten verzichten. Von März bis Oktober gilt generelles Rauchverbot in Wäldern – in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sogar ganzjährig.

5. Glasflaschen und -scherben gehören in den Müll, nicht in den Wald. Sie können entgegen der landläufigen Meinung keine Waldbrände verursachen, stellen allerdings eine Gefahrenquelle für Wildtiere dar.

6. Im Falle eines Brandes ist immer die Feuerwehr (Tel. 112), die nächste Polizeidienststelle (Tel. 110) oder Forstdienststelle zu verständigen.