28.5.2026

Waschbärjagd wichtig für Artenvielfalt

Quelle: Rolfes/DJV

Quelle: Rolfes/DJV

Die aktuelle Jagdstatistik zeigt eine Verdopplung der erlegten Waschbären in den letzten 10 Jahren an. Eine große Hilfe für die Artenvielfalt – speziell von Kröten.

Eingeschleppt in den 1930er Jahren, kommt der Waschbär heute bereits in zwei Dritteln der deutschen Jagdreviere vor. In Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind es sogar schon 9 von 10 Revieren. Jäger nutzen vor allem Lebendfallen, um die Waschbärpopulation einzudämmen. Warern es vor 10 Jahren noch 116.068 Tiere in der Jagdstatistik, lag ihre Zahl im Jagdjahr 2024/25 bei 284.220 – mehr als doppelt so viele. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Deutschen Jagdverbands (DJV) hervor.

Waschbären gefährden heimische Amphibienarten

Der Waschbär, eine invasive Art, breitet sich massiv in Deutschland aus. Hier bedroht er akut die heimische Artenvielfalt. Er sucht bespielsweise gezielt Laichgewässer auf, um erwachsene Lurche und sogar ihren Laich zu fressen. Das haben Forscher der Goethe-Universität Frankfurt im Projekt ZOWIAC herausgefunden.

Aktuelles Papier beantwortet wichtigste Fragen zum Waschbär

Trotz seines Niedlichkeitsbonus hat es der nordamerikanische Kleinbär in sich. Um an ihr Fleisch zu kommen, häutet er zum Beispiel Erdkröten bei lebendigem Leib. Die viel seltenere Gelbbauchunke ist sogar durch den Waschbären stark gefährdet. Auf die wichtigsten Fragen zum Waschbär gibt der DJV Antworten.