Die vorläufige Auswertung der Frühjahrszählung zeigt: Durchschnittlich leben 12 Feldhasen pro Quadratkilometer in Deutschland. (Quelle: Rolfes/DJV)

Feldhase-Frühjahrspopulationen und Nettozuwachsraten in den Großlandschaften Deutschlands im Jahr 2019 (Quelle: DJV)

14.04.2020

Zahl der Feldhasen leicht gestiegen

Im Frühjahr 2019 haben Jäger in Deutschland im Durchschnitt 12 Hasen pro Quadratkilometer gezählt. Das hat die Auswertung des vom Deutschen Jagdverband (DJV) initiierten Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) ergeben.


Dem Feldhasen geht es in wieder etwas besser. 2019 war ein gutes Jahr mit Zuwächsen in einigen Regionen: Jäger zählten im Schnitt 12,4 Tiere pro Quadratkilometer. 2018 waren es noch 11,8 gewesen. Im Südwestdeutschen Mittelgebirge war die Zunahme am größten: 2019 lebten dort 2 Tiere mehr als im Vorjahr, insgesamt 16 pro Quadratkilometer. Mit 17 Hasen auf der gleichen Fläche liegt das Nordwestdeutsche Tiefland bundesweit vorn – ein Hase mehr als 2018. Das geht aus dem aktuellen WILD-Monitoring hervor. Wissenschaftler haben dafür Zählergebnisse der Jäger aus bundesweit 500 Referenzgebieten ausgewertet.

Die Nettozuwachsrate, die Differenz zwischen im Frühjahrs- und Herbstzählung, lag 2019 bundesweit bei plus 15 Prozent. Nach dem zurückliegenden milden Winter stehen die Chancen damit gut, dass sich die Feldhasenbestände 2020 weiter erholen.

Ein Grund für die positive Entwicklung im Frühjahr 2019 sind die für den Feldhasen günstigen Witterungsbedingungen. Als ursprünglicher Steppenbewohner bevorzugt er warmes und trockenes Klima. Entscheidend für das Überleben des Feldhasen ist aber nicht nur die Witterung, sondern auch die Qualität des Lebensraums und die Zahl der Fressfeinde. Eine intensive Bejagung von Rotfuchs und Mardern in Verbindung mit biotopverbessernden Maßnahmen stellt deshalb die effektivste Möglichkeit zur Stärkung der Hasenpopulation dar.